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05.03.2017

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Sparkassen Münsterland Giro 2010 - 93.1 km

Nachdem die Wettervorhersage eine Woche vor dem Rennen am zwanzigsten Jahrestag der Deutschen Einheit noch eine schiere Katastrophe gewesen war, besserte sich die Vorhersage in den letzten Tagen zusehends. Auf der frühmorgendlichen Fahrt nach Münster regnete es noch, doch ab dem Start blieb es von oben trocken bei nasser Straße. In der zweiten Rennhälfte kam die Sonne durch, die im Ziel für ein sommerliches Wetter bei bis zu 25 Grad sorgte.

Trotz unterschiedlich angegebener Geschwindigkeiten bei der Anmeldung starteten Petra und ich aus dem gleichen Startblock D, wobei jeder Block etwa 300 Teilnehmer umfaßte. Die Temperatur lag um 8:30 Uhr noch bei unter 15 Grad, daher sind wir wie viele andere Teilnehmer mit kurzer Hose und langem Hemd angetreten. Die ersten Kilometer dienten zum Erwärmen der Muskeln. Mit einigen Kreiseln und engen Kurven sorgte auch die Streckenführung für einen ruhigen Beginn. Im vergangenen Jahr hatte ich mich im vorderen Bereich des Blocks aufgehalten und versucht, möglichst schnell zum vorfahrenden Block aufzuschließen. Der Plan für dieses Jahr sah dagegen ein lockeres Einrollen vor.

Nachdem Münster verlassen wurde und ein Zug von hinten an uns vorbeirollte, verabschiedete ich mich von Petra und sprang in den Luftsog hinein. Mit den üblichen wechselnden kleineren und größeren Gruppen, dem leider bei den hinteren Startblöcken immer wieder notwendigen Springen, um aus sich verlangsamenden oder zerreißenden Gruppen wegzukommem, ging es Richtung Coesfeld. Die an vielen Stellen noch nasse Straße sorgte für so manches Spritzwasser. Im Ziel fand ich sogar Drecktropfen auf meiner Brille. Glücklicherweise standen nirgends mehr Pfützen, so dass die Fahrt nie gefährlich wurde.

Insgesamt drei echte Steigungen standen auf dem Programm: Die erste, die Baumberge, bereits nach 20 Kilometern, die zweite am Ortsausgang von Coesfeld und die dritte nach etwa 70 Kilometern wieder in den Baumbergen. Die Anstiege waren jeweils maximal einen Kilometer lang, nur ein Anstieg zeigte kurzzeitig eine Steigung von 10 Prozent. Dennoch beobachteten Petra und ich, wie relativ leicht uns das Klettern im Vergleich zu den meisten anderen Teilnehmern fiel. Im letzten Anstieg kamen wir sogar unabhängig an Fahrern vorbei, die mit Krämpfen vom Rad steigen und schieben mußten. Vor allem nach dem letzten Anstieg fand ich nur noch kleinste Gruppen, mußte viel im Wind fahren und merkte nach 80 Kilometern dann doch langsam nachlassende Kräfte. Erst kurz vor Münster schloß eine große Gruppe auf, an die ich mich bis zur Zieleinfahrt hängen konnte.

Die Strecke führte teilweise nur über gute Feldwege, da die Veranstalter wohl vor allem Bundesstraßen meiden mußten. Alle Wege waren aber gut gesichert. Vor allem an der Abfahrt auf einem Feldweg standen neben den vielen Streckenposten auch Warnschilder. Angesichts der relativ frühen Zeit am Vormittag waren die Straßen noch nicht so stark von Zuschauern gesäumt, das änderte sich aber zum Ende hin und sah für die später gestarteten 125-km-Fahrer sicher noch einmal anders aus. Die letzten hunderte Meter vor und hinter dem Zielstrich wurden von zahlreichen anfeuernden Zuschauern begleitet, und der Hindenburgplatz platzte fast vor erschöpften Teilnehmern, Angehörigen und weiteren Gästen der großen Veranstaltung. Und die Maus guckte beim WDR auch vorbei. Kurz vor der Siegerehrung kam mir sogar der Vorsitzende des Bundes Deutscher Radfahrer, Scharping, entgegen und ging direkt an mir vorbei.

Nach 2:53:24 Stunden erreichte ich das Ziel mit einer mittleren Geschwindigkeit von 32.2 km/h auf Platz 727 von 1220 männlichen Teilnehmern bzw. auf Platz 351 von 578 in meiner Altersklasse. Die Siegerzeit betrug 2:19:23. Petra kam nach 3:13:18 Stunden auf Platz 53 von 75 Frauen.