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05.03.2017

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Tour d'Energie 2016 - 45 km

Eigentlich kann ich den ersten Absatz aus meinem Vorjahresbericht wiederholen: "Kann denn das Wetter nicht mal wieder so richtig schön sein bei dem Rennen, so wie es in den ersten Jahren eigentlich immer war?" Die Wettervorhersage kündigte eine Tagshöchsttemperatur von 8°C an und verhieß damit das kälteste Rennen aller meiner zehn Teilnahmen in Folge. Wenigstens sollte es trocken sein bei leichter Bewölkung. Es drohte dann aber doch Schlimmeres, denn morgens um 6:30 Uhr fielen dicke Schneeflocken vom Himmel, wie die beiden folgenden Bilder belegen:

Ich entschied mich zu mehreren Lagen (zwei Trikots plus Jacke) am Oberkörper und zur Dreiviertelhose, dazu Handschuhe und Überschuhe über den Rennradschuhen. Mit der Dreiviertelhose gehörte ich, wie im Startblock klar wurde, schon zu den leicht gekleideten. Fast alle Teilnehmer trugen komplett lange Kleidung und Handschuhe. Ganz wenige traten mit kurzer Hose an, und noch viel weniger (ich sah nur einen übermutigen Jugendlichen) mit Kurzarmtrikot.

Vor dem Start rollte ich mehr als 20 Minuten lang in Seitenstraßen auf und ab, um mich halbwegs warm zu halten. Die Viertelstunde im Startblock in Erwartung des Rennbeginns war dann doch kalt, obwohl zeitweilig die Sonne durch Wolkenlücken hindurch kam. Wenigstens sah es nicht nach Regen aus, für Schnee war es inzwischen doch so gerade eben zu warm.

Pünktlich fuhr Startblock A am Schützenplatz ab, und zu meiner Überraschung gab es keine großartige Lücke zu Block B, der direkt zur Startlinie rollte und dann auch in die neutrale Einrollphase eintrat. Entlang des Weges bis zum Rosdorfer Kreisel standen einige Zuschauer, vor allem dann am Rosdorfer Kreisel, dem offiziellen Beginn des Rennens mit der Zeitnahme. Sogleich stieg die Geschwindigkeit des dichten Feldes an. Am Kreisel vor Rosdorf führte die Fahrbahnverengung zu einigen Bremsaktionen, während die vielen Zuschauer auf beiden Seiten der Straße ordentlich klatschten und die Teilnehmer anfeuerten.

Auf der Umgehungsstraße um Rosdorf bewegte sich das Fahrerfeld so langsam in Richtung des aus Westen kommenden Gegenwindes, so dass sich die meisten hinter dem Vordermann (oder der Vorderfrau) einreihten und den Windschatten ausnutzten. So ging es dann in langen Ketten nach Mengershausen, während schon relativ früh von hinten mehrere Gruppen vorbeischossen, die offensichtlich aus dejn hinteren Blöcken gestartet waren, um dann in geschlossener Formation den Windschatten der vielen Teilnehmer ausnutzen und möglichst viel Zeit auf die ersten Blöcke gutmachen zu können.

Bis zur langen Steigung am Ortsausgang von Mengershausen hatte ich den Puls möglichst tief gehalten, ging jetzt aber dazu über, mit gutem Tritt an den meisten anderen Rennradfahreren vorbeizuziehen. Nur ganz wenige fuhren noch schneller als ich. Wie der aus Block A gestartete Axel später berichtete, hätte ich ihn wohl bereits unten in der Steigung überholt. In dem flacheren Abschnitt nach der Abzeigung in Richtung Bördel nutzte ich zur ersten Verpflegung, wobei ich den rechten Handschuh ausziehen mußte, um einen Energieriegel aufzureißen. Ausziehen, Halten und Anziehen des Handschuhs natürlich während der Fahrt, aber etwas langsamer als üblich und im Windschatten eines anderen Teilnehmers. Vor der kurzen Abfahrt nach Bördel beschleunigte ich dann wieder und fuhr dann im bereits deutlich dünneren Feld hinter Bördel über den ersten Gipfel des Rennens, um anschließend am Ende eine langgezogenen Gruppe die fast vier Kilometer nach Dransfeld hinunter zu jagen.

Der Sportograf stand in der Steigung zwischen Mengershausen und Bördel. Sehr witzig übrigens: Der Herr hinter mir fuhr, wie unten auf den Bildern zu sehen, in meiner Gruppe ins Ziel.

In Dransfeld versuchte ich dann wieder, mit einem ausgezogenen Handschuh etwas zu essen. Das ganze klappte aber nur leidlich, und irgendwann mußte ich den Handschuh ja wieder anziehen, weil es in die Steigung zum Hohen Hagen ging. Schon im ersten Abschnitt bis zum Camping-Platz legte ich eine ordentliche Geschwindigkeit vor und sah den Pulsmesser auf knapp über 170 steigen. Hier unten standen noch beidseitig zahlreiche Zuschauer, doch ziemlich schnell war nicht mehr viel los an den Straßenrändern. In diesem Bereich fielen sogar kleine Hagelkörner vom Himmel. Kurz vor dem Wald stand die inzwischen jedes Jahr dort stehende Gruppe, die ein oder zwei Leute ein paar Meter nach unten geschickt hatte, um die Namen von den Startnummern abzulesen, worauf die ganze Gruppe die Teilnehmer mit ihrem Namen anfeuerte.

Ich hielt weiterhin die gegenüber den fünf Trainingsfahrten in den vergangenen Wochen erhöhte Geschwindigkeit und trat ordentlich gegen die Steigung an. Im Bereich des unteren Parkplatzes standen zwei Teufel und feuerten noch einmal die gequälten Fahrer an, bevor es dann in das letzte Stück der Steigung und schließlich in die letzte Kurve ging. Während in den letzten Jahren dort immer viele Zuschauer standen oder auf Campinghockern saßen, hielten sich dieses Mal dort vor allem ein paar Fotografen auf.

Ohne Pause am Verpflegungsstand machte ich mich auf in die Abfahrt und sucht auf der teilweise nassen Straße vor allem in den engen Kurven die trockenen Bereiche, um beim Bremsen nicht wegzurutschen. Nun wurde es auch gefühlt ziemlich kalt, vor allem auf der Abfahrt nach Jühnde hinunter. Am Ortsausgang fand ich Anschluß an zwei oder drei andere Teilnehmer, zog aber bald an ihnen vorbei, um eine Lücke zu schließen und dann hinter zwei weiteren Fahrern halb im Windschatten mit Höchstgeschwindigkeit nach Mariengarten hinunter zu jagen. Auf dem Weg dorthin kamen ab und an von hinten einzelne Fahrer heran und fuhren vorbei, so dass sich beim Unterfahren der Autobahn eine 10-15 köpfige Gruppe gebildet hatte. Durch den deutlich spürbaren Wind aus Westen oder Nordwesten gelang es, im Windschatten Kräfte zu sparen. Die Geschwindigkeit blieb hier aber deutlich niedriger als üblicherweise. Ganz extrem wurde es nach Erreichen des Bundesstraße in Richtung Rosdorf: Während ich in den Rennen der vergangenen Jahre hier meistens mit etwa 40 km/h in Gruppen fuhr, ging es dieses Mal nur mit 25 km/h voran.

Erst nach dem Abbiegen auf die Rosdorfer Umgehungsstraße blies der Wind wieder von der Seite oder von hinten, so dass die weiterhin etwa 10-15 Teilnehmer starke Gruppe mit 30-40 km/h, nach Erreichen der Göttinger Stadtgrenze dann mit knapp 40 km/h auf das Ziel zu raste. Im Spalier der dichten Zuschauerreihen (naja, ein oder zwei Reihen auf beiden Seiten der Absperrungen) ging es unter lautem Klatschen und Anfeuern auf die letzten paar hundert Meter und schließlich über den Zielstrich.




Die ersten drei Fotos stammen aus dem Video, das mein Kollege Jussi am Rosdorfer Kreisel gefilmt hat, wenige Kilometer vor dem Zielstrich. Die unteren beiden Hubschrauberbilder klaute ich irgendwo.

Ich fühlte mich noch ziemlich fit, keineswegs am Ende meiner Kräfte, traf nach ein paar Minuten auf Axel, der ins Ziel kam, während ich auf Petra wartete, die mich leider ein Stück vor dem Ziel nicht bei der Ankunft gesehen hatte, weil ich mich in der Gruppe links gehalten hatte, sie aber rechts am Gitter stand. Direkt nach der Abgabe des Transponders fuhren wir nach Hause und mußten dabei im Bereich des Kreuzbergrings für wenige Minuten durch richtigen Hagel fahren.

Statistik

Ins Ziel kamen 1349 (1684 in 2015) Männer und 73 (147) Frauen über 100 km sowie 911 (995) Männer und 251 (250) Frauen über 45 km. Anmeldungen gab es insgesamt 3700, aber wegen des schlechten Wetters traten wohl viele nicht an, so dass nur 2584 Teilnehmer im Ziel gewertet wurden. Die Zeit des Siegers betrug 2:36:29 Stunden (2:33:45 in 2015) auf der langen und 1:13:03 (1:06:58) Stunden auf der kurzen Strecke. Auch an den Unterschieden kann man den Einfluß des Wetters deutlich erkennen. Jussis Video zu Folge traf der Sieger auf der kurzen Strecke als Solist im Ziel ein, gefolgt von zwei Dreiergruppen mit etwa 1:30 Minuten bzw 2:10 Minuten Rückstand.

Ich selbst belegte in der Gesamtwertung mit 1:31:03 Stunden den Platz 233 von 905, in der Altersklasse Männer Master 2 den Platz 57 von 212. In der Bergwertung lag ich mit 9:32.775 Minuten auf Platz 180 und erreichte damit meine zweitbeste Bergwertung aller Rennen und Trainingseinheiten seit dem Jahr 2012, der ersten Abnahme dieser Wertung. Vor zwei Jahren fuhr ich im Training lediglich ein Mal um vier Sekunden schneller den Hohen Hagen hoch. Die Siegerzeit betrug 6:04.346 Minuten! Axel lag mit 10:22 Minuten auf Platz 296 und insgesamt mit 1:35:37 Stunden auf Platz 366.
Die mittlere Herzfrequenz betrug 155 bpm bei einem Maximum von 172 bpm.
Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 29.7 km/h mit einem Maximum von 61.6 km/h. Die Höchstgeschwindigkeiten lagen bei 57.1 km/h in der Abfahrt nach Dransfeld, bei 60 km/h kurz vor Jühnde und bei 61.6 km/h irgendwo hinter Jühnde in der ganz langen Abfahrt nach Mariengarten. Bedauerlicherweise verwechselte ich beim Beginn der Bergwertung die Rundentaste mit der Start/Stop-Taste, so daß der Garmin im Anstieg des Hohen Hagen leider kein Protokoll führte. Erst kurz vor der letzten Kurve bemerkte ich den Fehler. Daher kommt der starke senkrechte Sprung in der Höhenkurve bei Kilometer 18.

12 Jahre TdE

In dem erstmals (?) erschienenen "Zeitungs-Info-Blatt" zur Tour d'Energie stand eine Tabelle mit den offiziellen Teilnehmerzahlen aus den zwölf Veranstaltungen. Die Zahl für 2016 zeigt die Anmeldungen. Für die letzten beiden Jahren ist die Zahl der teilnehmenden Frauen und Schüler gesondert aufgeführt.
JahrTeilnehmerFrauenSchüler
20051066
20061278
20071739
20081795
20092213
20102546
20112817
20123291
20133162
20143456434323
20153588483351
20163700*

Fotos und Videos

Professionelle Fotos erwarb ich diesmal nur eines von den Streckenfotografen.

Es gibt mehrere Videos der Tour: (oder auch nicht, muß ich noch suchen...)