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05.03.2017

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Tour d' Energie 2009 in Göttingen - 82.3 km

Bei traditionell schönem Frühsommerwetter mit 20 Grad, Sonnenschein und leichtem Wind aus Südost fand die Tour d'Energie am 26. April statt. Die Teilnehmerzahl stieg auf die neue Rekordhöhe von 1569 gewerteten Fahren auf der Langstrecke und 450 auf der Kurzstrecke. Angemeldet waren 2200 Radler. Auch LaVision stellte mit zehn Fahrern einen neuen Teilnehmerrekord auf nach 4 Teilnehmern im Jahr 2007 und 6 im vergangenen Jahr. Sechs Mutige nahmen die lange Strecke in Angriff, die übrigen 4, darunter 3 Neulinge, gingen auf die 46-km-Distanz. Nach der Erkrankung eines Teammitglieds der Kurzstrecke musste wenige Tage vom dem Rennen Ersatz beschafft werden. Eike sprank dankenswerterweise spontan ein und fuhr eine gute Zeit heraus.

Nach der Startblockeinteilung, die auf der angemeldeten erwarteten Geschwindigkeit erfolgte, sollten wir in den Blöcken D (TL), E (TS und SN) sowie F starten. Wir entschieden uns aber für einen gemeinsamen Rennbeginn aus Block F heraus. Eigentlich wollten wir möglichst lange gemeinsam fahren, doch dieser Plan zerplatzte schon wenige hundert Meter nach Beginn der Zeitnahme am Rosdorfer Kreisel. Als letzter konnte Stefan nach einem Kilometer meinem Tempo nicht mehr folgen, so dass schließlich jeder seine Geschwindigkeit selbst fand. Einige blieben noch bis zum Anstieg nach Mengershausen zusammen, bevor sich die Gruppe immer weiter auseinanderzog.

Durch den Beginn im langsamsten Block konnte ich zwischen Mengershausen und Jühnde an zahlreichen Fahreren locker vorbeiziehen und fand mich am Gipfel schon inmitten von Block-E-Startern wieder. Nach dem kurzen, aber knackigen Anstieg in Meensen wurde das Teilnehmerfeld um mich herum immer kleiner. Die steile Abfahrt nach Hann Münden verlief deshalb problemlos. Die Strecke an der Weser entlang führte mich durch kleinere Gruppen, die aber nie lang zusammenblieben. Nach kurzen Verschnaufpausen im Windschatten machte ich mich schnell wieder auf den Weg, die nächste Lücke zu überbrücken.

So erreichte ich Hemeln, wo der Anstieg in den ersten Berg der Kategorie 3 begann: Es ging 5.5 Kilometer am Stück um insgesamt 263 Höhenmeter aufwärts. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 16-17 km/h fuhr ich an vielen anderen Kämpfern vorbei und wechselte mich dabei immer wieder mit einem anderen Fahrer in der Führungsarbeit ab, der mich noch bis hinter Jühnde begleiten sollte.

Auf der folgenden Abfahrt konnte man gut verschnaufen und wieder ein paar Kräfte für den nächsten Berg sammeln. Leider kam bis Dransfeld kaum noch eine Gruppenarbeit zustande. Es waren im Anstieg zwischen Imbsen und Dransfeld einfach nur viele einzelne Fahrer unterwegs, darunter bereits viele aus Startblock D. Unter dem Jubel zahlreicher Zuschauer näherten wir uns der letzten großen Aufgabe des Rennens, dem Anstieg auf den Hohen Hagen mit einem Höhenunterschied von 174 Metern auf 2.8 Kilometern. Die ganze Strecke entlang der Steigung der dritten Kategorie war an vielen Stellen von großen Zuschauermengen gesäumt. Vor allem im Bereich vor der letzten Kurve drängten sich die Leute an beiden Strassenseiten und feuerten die atemlosen Radler an.

Mit gut eingeteilten Kräften erreichte ich den Gipfel, zugleich den höchten Punkt der Strecke. Auf der Abfahrt ging es durch die gefärliche S-Kurve, in der gerade ein Gestürzter von Johannitern auf die Trage verladen wurde. Wie stark sich manche Rennfahrer an der Stelle verschätzen, zeigt das folgende Video bei Youtube. Achtung, nichts für schwache Nerven! Ich selbst kam unversehrt hinunter und konnte mich in der weiteren Abfahrt nach Jühnde einer Gruppe anschließen und viel im Windschatten fahren. Diese Gruppe saugte bis nach Marienborn immer mehr Leute an, die bei einem Tempo von bis zu 50 km/h erst überholt wurden und sich dann hinten einreihten.

Bedauerlicherweise wollte kaum jemand die Führungsarbeit übernehmen. Erst war eine Frau längere Zeit vorne, dann führte ich den letzten leichten Anstieg hoch, und in der Abfahrt übernahmen wieder die Frau und noch ein anderer Fahrer. Vermutlich führten wir ein Ausscheidungsrennen durch, denn beim Abbiegen in der scharfen Kurve zur B27 zerfiel die Gruppe völlig. Der starke Fahrer führte weiterhin, die Frau folgte, und ich kämpfte mich nach dem Kurvenausgang mit einem kurzen 50-km/h-Spurt auf gerader Strecke an den verbliebenen abgebremsten Gruppenmitgliedern vorbei an die beiden heran. Der Fahrer zog sein Tempo von mehr als 40 km/h dann bis zum Ziel durch. Keiner der auf den folgenden Kilometern überholten Fahrer konnte Anschluß finden. Mein zwischenzeitlicher Versuch, selbst in die Führung zu gehen, scheiterte. Diese Geschwindigkeit konnte ich nur im Windschatten halten.

So gelangten wir zu dritt bis auf die Zielgerade und beendeten das Rennen unter dem Jubel von mehreren tausend Zuschauern. Petra gelang dabei ein sehr schönes Bild von mir beim Schlußsprint. Und dann begann das Warten auf die restlichen Teammitglieder und die Suche nach den Kurzstrecklern. Als auch der letzte von uns eintraf, holten wir uns die notwendigen Kalorien auf der Pasta-Party und beim späteren Grillen zurück.

Mein persönliches Fazit ist sehr positiv: Die angestrebte Zeit wurde locker erreicht, die Kräfteeinteilung verlief optimal, von einer völligen Erschöpfung war ich im Ziel weit entfernt. Das läßt für das kommende Jahr bei einem Start aus dem richtigen Block heraus eine Zeit von 2:30 Stunden möglich erscheinen. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 31.5 km/h.

Hier unser Ergebnis der Langstrecke mit Platz 28 von 30 Mannschaften in der Firmenwertung. Die schnellste Firma fuhr 8:37:56, wir kamen auf 11:07:25. Die Siegerzeit betrug 2:06:24 bei 1478 männlichen Teilnehmern.
PlatzNameZeit
875Thorsten Lange2:36:40
1156Callum Gray2:47:16
1214Stefan Neumann2:51:06
1234Heinrich Voges2:52:23
1295Thole Horstmann2:57:41
1363Thomas Seelemann3:04:09

Das Ergebnis der Kurzstrecke verzeichnete unsere Mannschaft auf Platz 5 von 5 Teilnehmern in der Firmenwertung, nur 2 1/2 Minuten hinter dem vierten und 27 Minuten hinter dem dritten Platz. Die Siegerzeit betrug 1:11:33 bei 357 männlichen Teilnehmern bzw. 4:59:00 in der Firmenwertung, wobei LaVision auf die Gesamtzeit von 6:44:54 kam.
PlatzNameZeit
207Stephan Wissel1:32:06
209Eike Crnalik1:32:08
271Torsten Schucht1:39:06
351Martin2:01:34