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Eruptive Veränderliche Sterne
Zwergnovae
Zwergnova-Typen
AM Herculis
Doppelstern in 1 - 3 h:
Weißer Zwerg (0.6 - 1.2 Sonnenmassen mit starkem Magnetfeld um 10^4 T
massearmer Hauptreihenstern (0.1 - 0.5 Sonnenmassen, Spektralklasse=K-M)
Weißer Zwerg zieht Materie in schlauchförmigem Akkretionsstrom
entlang der Magnetfeldlinien auf einen der Magnetpole; beim Aufprall entsteht
Röntgenstrahlung oder sichtbares Licht bis 5 mag Amplitude
in Akkretionsregion intensive UV-Strahlung mit 10^8 K;
ionisierte Materie auf Kreisbahnen sendet Synchrotronstrahlung
gebundene Bahn- und Rotationsbewegung
Flaresterne (UV Ceti)
Zwerge mit Spektralklasse= K bis M
wenige Minuten dauernde Ausbrüche zwischen 0.1 mag und 6 mag, im
UV größer; Anstieg in Sekunden bis Minuten, Abfall in Minuten bis
zu einer Stunde
Nova
enges Doppelsternsystem mit Umlaufzeit zwischen 0.05 und 230 d;
eine Komponente ist heißer Zwerg,
die andere ein Riese, Unterriese oder Zwerg mit Spektralklasse=F-M
Phasen bis zur Nova (über 10^(4...5) Jahre):
Praenova: ein erheblicher Sternwind (10^(-18) g/sec)
über Jahre bis Jahrzehnte verhindert eine Hüllenbildung,
kontinuierliches Spektrum ohne Linien aber oft UV-Exzeß
BV Puppis: kleine Helligkeitsausbrüche;
Massefluß 10^(-16) g/sec;
Scheibenmasse 10^(-10) Sonnenmassen
U Gem :
stabile Scheibe, quasiperiodische und intensivere
Ausbrüche; Massefluß wieder 10^(-18) g/sec,
Spektrum wie A- oder F-Stern
Z Cha: häufigere Ausbrüche (bis alle zehn Tage);
zunehmender Hüllenmasse
UX UMa: fast ständig im Ausbruch;
Scheibe mit 10^(-5) Sonnenmassen
Nova
explosionsartige thermonukleare Umwandlung von H in He an
der Oberfläche des Weißen Zwergs
Ausstoß von Gaswolken mit 1000 - 3000 km/s
Amplitude 8 mag bis 15 mag
Absorbtionslinien von H und ionisierten Metallen,
später Emissionslinien von H, Fe, C, O und N
Na: Helligkeitsabnahme über 3mag in 100 d, -8 bis -6Mag im Maximum
Nb: Helligkeitsabnahme unter 3mag in 150 d, -5.4Mag im Maximum
Nc: jahrelanges Maximum und sehr langsamer Abfall; -3.6Mag im Maximum
vor der Nova langperiodische Schwankungen um 1 bis 2 mag;
Ausbruch um 10 mag
Nr: rekurrente Novae im Abstand von Jahrzehnten
(Beispiel: T CrB )
Nl: Nova-ähnliche (z.B. P Cyg ); zeigen scheinbar
keine Ausbrüche, haben aber das Spektrum alter Novae;
kleine Helligkeitsschwankungen
Beispiele aktueller Novae:
V1494 Aql / Nova 1999#2 und
V723 Cas / Nova 1995
Irreguläre
FU Orionis, Fuore
extrem junge Sterne, die nach mehrmonatigem Anstieg um 6 mag
bis zu sechs Monate lang mit maximaler Helligkeit strahlen;
anschließend üeber Jahrzehnte konstant oder leicht um 1 bis
2 mag abfallend
nach Ausbruch Emissionsspektrum, Spektralklasse wanderte Richtung G
evtl. T Tauri in bestimmtem Entwicklungsstadium
verbunden mit Nebeln
R CrB
Supernovae
Ende eines Sterns mit mehr als 1.4 Sonnenmassen (Chandrasekhar-Grenze, Typ I)
oder mehr als 4-8 Sonnenmassen (Typ II)
Amplitude von 20mag oder mehr, langsamer Abfall; -14 bis -21Mag im Maximum
Expansionsgeschwindigkeit von mehreren 1000 km/s
schliesslich Bildung eines expandierenden Emissionsnebels und eines Pulsars
(bis hin zu extremen Objekten wie Neutronensternen oder Schwarzen Löchern)
Typ SN I: Absorbtionslinien von CaII, Si u.a., keine Wasserstofflinien;
in den ersten 20 bis 30 Tagen faellt die Helligkeit mit ca. 0.1mag/Tag,
danach sinkt die Rate auf 0.014mag/Tag;
Vorgaengersystem bestand aus Weissem Zwerg und Begleitstern, der seine
Masse an den Zwerg abgab
Typ SN II: Wasserstofflinien im Spektrum; expandierende Hülle aus
Wasserstoff und Helium; Helligkeitsabfall mit 0.01mag/Tag;
Explosion ausgeloest durch Implosion der inneren Eisenkugel von
ca. 1.5 Sonnenmassen
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Zusammengestellt von
Thorsten Lange Thorsten Lange