Logo der Heimatseite

thola.de

Thorsten Lange

Eingangsseite
Azura - Katze
73 - Zahl
Sicherheit statt Freiheit
Astronomie
Rennrad
  Rad-Blog
  Anstiege
  Leipzig 2017
  Göttingen 2017
  Mallorca 2017
  Münster 2016
  Hamburg 2016
  Göttingen 2016
  Münster 2015
  Hamburg 2015
  Göttingen 2015
  Münster 2014
  Hamburg 2014
  Göttingen 2014
  Münster 2013
  Hannover 2013
  Göttingen 2013
  Mallorca 2013
  Hannover 2012
  Göttingen 2012
  Münster 2011
  Triathlon 2011
  Hannover 2011
  Göttingen 2011
  Mallorca 2010
  Münster 2010
  Triathlon 2010
  Göttingen 2010
  Münster 2009
  Göttingen 2009
  Münster 2008
  Göttingen 2008
  Hannover 2007
  Göttingen 2007
  Mallorca 2006
  D-Tour 2006
Sprüche

05.03.2017

Bovenden

Impressum

Velo Challenge Hannover 2012 - 67 km

Irgendwie ist das Wetter in diesem Jahr gegen meine Radrennteilnahmen. In Göttingen war es kalt, windig und regnerisch, in Hannover hatte es am Tag und Abend zuvor geregnet, und während des Rennens gab es fast die ganze Zeit über starken Gegenwind. Warm und sonnig wurde es erst nach der Zielankunft.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als ich morgens mit dem Auto nach Hannover gefahren war, mittags völlig erschöpft wieder im dichten Verkehr wieder zurückfahren mußte und anschließend den Rest das Tages kaum noch ansprechbar war, legte ich diesmal eine entspanntere Reise hin: Am späten Samstagnachmittag ging es mit dem IC nach Hannover, dann konnte ich in Ruhe die Startunterlagen abholen und noch etwas durch die Innenstadt laufen, bevor ich in einem Hotel auf halber Strecke zwischen Bahnhof und Maschsee eine ruhige Nacht verbracht habe. Unterbrochen wurde die Ruhe nur durch einen griechischen Autokorso nach dem Erreichen des Fußball-EM-Viertelfinales.

Nach einem frühen Frühstück in dem ganz von Rennradfahreren belegten Hotels rollte ich locker zum Startbereich und fuhr mich dann in einer gesperrten Straße in der Nähe etwa 20 Minuten lang warm. Dann begab ich mich in Startblock A. Die Einteilung der beiden Startblöcke auf der kurzen Strecke war einfach: Wer im Vorjahr einen Schnitt von 34 km/h oder besser gefahren war, landete in A. Und mit den 34.5 km/h mußte ich also vorne starten und traf dort auf mehrere andere Teilnehmer, die sich ebenfalls relativ weit hinten aufstellten und über den Startblock wunderten.

Direkt vor mir entdeckte ich einen Bekannten aus Bovenden, der zusammen mit einem Paar aus Parensen gekommen war. Wir unterhielten uns in der Zeit bis zum Start ein wenig und wollten dann zusammen losfahren. Dabei zogen noch ein paar dunkle Wolken über uns hinweg, brachten aber glücklicherweise keinen Regen mehr.

Direkt nach dem Start ging es gleich ziemlich schnell los, wie auf dem Diagramm zu erkennen ist. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36-37 km/h absolvierte ich die ersten Kilometer, konnte zwar auf Grund des Einfahrens vor dem Start noch gut das Hinterrad des anderen Bovenders halten, aber wie man am steigenden Puls erkennen kann, fiel mir dies zunehmend schwerer. Also ließ ich die größere Gruppe nach 13 Minuten ziehen und schloß mich anderen Fahrern an, um dem starken Gegenwind zu entgehen, der die ganze Zeit über herrschte.

Irgendwann erreichten wir den ersten von zwei "Bergen", also kleineren Steigungen mit jeweils 40-50 Höhenmetern bei den Zeitmarken 0:40 bis 0:50 sowie 1:04 bis 1:10. An beiden Steigungen konnte ich problemlos und locker an allen anderen Fahrern in meiner Nähe vorbeifahren. Die schnellsten Teilnehmer aus Block B waren schon vorher vorbeigezogen.

Nach dem zweiten "Berg" zog ich in der Abfahrt und dem anschließenden Teilstück voll durch und konnte fast Anschluß an eine größere Gruppe finden. Trotz der entgegengesetzten Himnmelsrichtung gegenüber der ersten Rennhälfte gab es weiterhin Gegenwind. Dankenswerter Weise hatte der Wind gedreht. Deshalb kam ich trotz zweier Versuche nicht in die Gruppe rein. Es ist schon sehr deprimierend, wenn man mit aller Kraft näher an eine Gruppe heranfährt und dann die letzte verbliebene Lücke von 10-20 Metern nicht mehr schließen kann. Diese Aktionen fanden im Bereich 1:25 bis 1:36 statt.

Nach kurzer Verschnaufpause kamen ein paar andere Fahrer von hinten heran, bei denen ich erst im Windschatten mitfahren konnte und anschließend für ein paar Minuten die Führungsarbeit leistete. Wenige Kilometer vor dem Ziel vereinbarten zwei Fahrer mit mir einen Kreisel, um noch unter zwei Stunden Fahrzeit bleiben zu können. Dies klappte auch sehr gut! Knapp einen Kilometer vor dem Ziel fuhren wir auf meinen Bovender Bekannten auf, der sich uns anschloß und mir dann aber bis zum Zielstrich noch 100 Meter davonfuhr. Im Zielbereich trafen wir dann auch die beiden Parenser wieder, die schon ein paar Minuten im Ziel waren.

Obwohl ich in diesem Jahr deutlich besser durch das Rennen kam als im vergangenen Jahr, obwohl ich keine Probleme und erst Recht keinen Einbruch erleiden mußte, blieb die Zeit schlechter als vor einem Jahr. Der Gegenwind hatte seine Schuldigkeit getan. Fotos kann ich leider nicht bieten, denn der Sportograf ordnete meiner Startnummer nur ein einziges Bild zu, auf dem ich nicht einmal abgebildet war, obwohl ich mehrfach bei Fotografen in die Kamera gelächelt hatte.

Nach einer schnellen Dusche im Hotel erreichte ich die Regionalbahn um 12:30 Uhr und konnte dann locker vom Bahnhof Nörten-Hardenberg aus nach Hause rollen. Inzwischen schien die Sonne.

Die technischen Daten des Rennens:

  • Streckenlänge: 66.2 km
  • Aufstieg: 261 Höhenmeter
  • Zeit: 1:59:32 Stunden, Siegerzeit: 1:37:36
  • Platz 337 von 644 Männern, Platz 129 von 239 in meiner Altersklasse
  • Geschwindigkeit: 33.3 km/h, maximal 52.4 km/h
  • Puls: 168 bpm, maximal 183 bpm
  • Kalorienverbrauch: etwa 2450