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05.03.2017

Bovenden

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Tour d'Energie 2013 - 100 km

Bei der siebten Teilnahme zeigte sich der entscheidende Einfluß des Wetters auf die Rennzeit, denn im Vergleich zum ziemlich schlechten Wetter im vergangenen Jahr fuhren diesmal alle mir bekannten Teilnehmer um 10-20 Minuten schneller. In meinem Fall betrug die Steigerung über 10 Prozent, und das nach einem sehr trainingsfeindlichen langen Winter! Am Tag vor dem Rennen regnete es praktisch pausenlos. Erst abends ließ der Regen nach und bis zum Start waren alle Straßen glücklicherweise abgetrocknet.

Beim Aufstellen in den Startblöcken war es mit unter 10 Grad immer noch kühl, doch die Sonne guckte schon durch die Wolken hindurch und machte Hoffnung auf ein trockenes Rennen. Zunächst starteten die Teilnehmer über 46 Kilometer, und nach einer langen Viertelstunde Wartezeit rollte endlich auch das Feld über 100 km los. Vom Schützenplatz ging es über die Berliner Straße am Bahnhof vorbei bis zum Rosdorfer Kreisel, wo die offizielle Zeitnahme und damit auch das eigentliche Rennen begann. Petra war aus unerklärlichen Gründen mal wieder Block A zugeordnet worden, vermutlich weil sie eine der 50 besten Vorjahreszeiten unter den angemeldeten Frauen hatte. Petra startete dann aber doch neben mir in Block D. Die ersten beiden Blöcke sind für "normale" Fahrer doch zu stressig.

Auf den ersten Kilometern an Rosdorf vorbei bis Klein Schneen fuhren Petra und ich in der gleichen Gruppe, irgendwann teilte sich diese aber, und während ich den Sprung nach vorne schaffte, fuhr Petra in ihrem Tempo weiter. Spätestens in den Steigungen um Deiderode fuhr ich dann davon. Bis hierhin zeigte sich kaum Wind, dafür aber immer mehr Sonne. Die Fahrt im immer noch dicht gedrängten Teilnehmerfeld verlief angenehm und mit (relativ) niedrig gehaltenem Puls. Im Bereich um Rosdorf fuhr plötzlich ein Kamera-Motorrad direkt vor mir, die Kamera direkt auf mich gerichtet. Der unten angegebene Link führt auf das Video des Göttinger Tageblatts, in dem ich tatsächlich mehrere Sekunden lang zentral zu sehen bin.

Nach den ersten Anstiegen schob ich zwischen Jühnde und Meensen den ersten Energieriegel rein, bevor es dann in das kurze und steile Stück in Meensen ging. Leider fuhr genau dort ein Krankenwagen direkt vor mir und machte die Straße so end, daß ich lang warten mußte, bis ich die deutlich langsameren Fahrer und das Fahrzeug endlich überholen konnte. In der folgenden Abfahrt nach Wiershausen setzte sich der Krankenwagen wieder vor mich und fuhr etwa 100 Meter vor mir den Berg hinunter. Zum Ärger einiger anderer Teilnehmer, die zunächst noch schnell an mir vorbeigerauscht waren, dann aber bis in den Ort hinein auf der schmalen Straße nicht überholen konnten. Bis nach Hann Münden hinunter sah ich überholten mich dann wieder viele Fahrer mit hohem Geschwindigkeitsunterschied obwohl ich eben hier mein Geschwindigkeitsmaximum von 63 km/h erreichte.

In Hann Münden mußte meine zweite Banane daran glauben (die erste etwa eine halbe Stunde vor dem Start). Schnell fand sich am Ortsausgang eine große Gruppe zusammen, die dann mit hohem Tempo an der Weser entlang bis Hemeln raste. Meine mittlere Geschwindigkeit lag in diesem Streckenabschnitt bei 38 km/h. Und dann ging es in den Bramwald hinein und meine üblichen Überholmanöver begannen. Wieder bewältigte ich einen Anstieg, ohne an meine Grenzen zu gehen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug im Anstieg etwa 16 km/h, die Zeit im Anstieg lag wohl knapp unter 20 Minuten. Ohne Pause an der Verpflegungsstation aber dafür mit den nächsten Energieriegeln im Mund machte ich mich auf die Abfahrt nach Ellershausen. Eine kurze Zwischenrechnung während der Abfahrt ließ mich auf eine deutlich bessere Gesamtfahrzeit als im vergangenen Jahr hoffen, denn die Fahrzeit betrug bis hier bei etwa 1:55 Stunden und es lagen "nur" noch etwa 40 Kilometer vor mir.

Zunächst ohne Gruppe bewältigte ich den Streckenabstand bis zur Suppenfabrik bei Barterode, dann hatten aber wieder Fahrer von hinten aufgeschlossen und es ging in die Vorbereitung des schwersten Streckenabschnitts. Es macht immer wieder Spaß, vor dem Hohen Hagen erst noch 5-6 Kilometer lang mit einer Steigung von 2-3 Prozent zu fahren.

Die folgenden Fotos stammen alle, soweit nicht anders angegeben, vom Sportografen.
Petra und ich starteten nebeneinander. Noch gut 200 Meter bis zum Hohen Hagen.
Kurz vor dem Gipfel des Hohen Hagen.
Wenige Kilometer vor dem Ziel auf der Rosdorfer Umgehungsstraße. Irgendwo auf der Strecke.
Das Ziel ist erreicht! Und entspannen...

Nach einer kurzen Entspannungsphase durch Dransfeld hindurch begann vor dem Steilstück am Schwimmbad die Zeitmessung zur Bergwertung. Den Hohen Hagen fuhr ich mit einer mittleren Geschwindigkeit von etwa 11-12 km/h hoch und passierte zahlreiche andere Teilnehmer. Leider kam ich im unteren Waldabschnitt kurzzeitig an meine körperlichen Grenzen und hatte das Gefühl, nicht so locker wie gewünscht den Anstieg bewältigen zu können. Die Straße war wie in jedem Jahr gesäumt von hunderten Zuschauern, vor allem im unteren Bereich am Schwimmbad, auch im freien Bereich bis zum Waldrand und dann wieder oben am Parkplatz und in der letzten Kurve. Wieder passierte ich die Verpflegungsstation ohne anzuhalten und rechnete mir dafür eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Zeit unter 3:20 Stunden aus. Die Durchgangszeit lag bei 2:35 Stunden und es waren "nur" noch 25 Kilometer zu bewältigen. Von nun ab ging die Strecke ging fast ausschließlich bergab und wenigstens einigermaßen flach.

Die Gruppe, die mich hinter Jühnde überholte und der ich mich anschließen konnte, lief ziemlich gut, bestand aus etwa 20 Teilnehmern. Die Geschwindigkeiten auf den letzten 15 Kilometern lag praktisch immer zwischen 35 km/h und 45 km/h, sogar auf den flachen Stücken um Rosdorf und dann bis zum Ziel. An den letzten Kilometern in Göttingen gab es viele Zuschauer, vor allem am Rosdorfer Kreisel und schließlich im Zielbereich. Dort standen an beiden Seiten der Absperrgitter dicht an dicht die klatschenden Menschen. Mit einer (für meine Erwartungen) hervorrangenden Zeit überfuhr ich den Zielstrich und war dabei nicht einmal besonders ausgelaugt. Nur Füße und Beine schmerzten, und der Magen mußte schnell mit einer Portion Nudeln gefüllt werden.

Ins Ziel kamen 1761 Männer und 139 Frauen über 100 km sowie 736 Männer und 188 Frauen über 46 km. Die Zeit des Siegers betrug 2:33:06 Stunden. An der Firmenwertung nahmen wir zum ersten Mal nicht teil, da zwei Firmenmitglieder krankheitsbedingt nicht an den Start gehen konnten und die Wertung für die schnellsten vier Teammitglieder erfolgt. Hoffentlich gibt es im nächsten Jahr wieder mehr Teilnehmer! Diesmal kamen eben nur Petra als angeheiratetes Firmenmitglied, Stefan S. (3:50:18) und ich ins Ziel.

Ich selbst belegte in der Gesamtwertung mit 3:13:37 Stunden den Platz 1123 von 1761, in der Altersklasse Männer Master 2 den Platz 460 von 698. Die Steigerung gegenüber dem vergangenen Jahr betrug fast 20 Minuten! In der Bergwertung lag ich mit 10:35.965 Minuten auf Platz 955 von 1744. Damit fuhr ich um 0.130 Sekunde (!) schneller als im vergangenen Jahr, belegte aber einen schlechteren Platz.
Die mittlere Herzfrequenz betrug 158 bpm bei einem Maximum von 176 bpm,
die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 30.7 km/h mit einem Maximum von 63.5 km/h.

Petra fuhr mit 3:39:04 Stunden auf Platz 96 von 145 Frauen bei einer Siegerinnenzeit von 2:36:59. In der Bergwertung belegte sie mit 13:09 Minuten den Platz 107 von 139.

Videos

  • Göttinger Tageblatt, im Bereich 1:15 bis 1:25 bin ich zentral sichtbar: Rennbericht des GT
  • Am Start und später auch im Zielbereich fotografierte jemand von einer ferngesteuerten Drohne: Luftbilder
  • Rad-Kamera mit fast der kompletten Strecke über 46 Kilometer: 46 km Video