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07.05.2019

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Flachzeitfahren Rosdorf 2019

Erstmals nahmen Petra und ich am Zeitfahrcup von Personal Sports in Rosdorf teil. Petra wollte ein paar Punkte für die aus sechs Wettbewerben bestehende Goe-Challenge machen, auch wenn es sich nachher bei dem Einzelzeitfahren um ihr Streichergebnis handeln sollte. Bei tollem Sommerwetter mit mittags knapp unter 30 Grad aber starkem Wind aus Südost trafen wir noch vor 12 Uhr am Veranstaltungsort neben den Tennisplätzen an der Umgehungsstraße um Rosdorf ein. Die Startunterlagen mußten bsi 12:30 Uhr abgeholt werden, die Starts erfolgten dann ab 13:00 Uhr im Abstand von jeweils 30 Sekunden zwischen zwei Teilnehmern. Die Starterliste war nach Vornamen sortiert, so daß Petra und ich erst relativ spät kurz vor 14 Uhr bzw etwa 14:10 Uhr losfahren mußten. Also gab es erst noch einmal eine Kleinigkeit beim Bäcker nahe des Kreisels am Ortseingang, bevor wir später den ersten Starts zuguckten und uns dann auf der Umgehungsstraße einrollten. Dabei ließen sich viele unsichere Autofahrer beobachten ob der großen Zahl an Rennradfahrern. Direkt am Start sperrten Hütchen eine Bahn für die losrollenden Teilnehmer auf den ersten Metern ab. Für Autos ging es hier nur einspurig vorbei.

Irgendwann begab auch ich mich in die Reihe der kurz vor ihrem Aufruf stehenden Teilnehmer und ließ mich dann am Sattel festhalten, um beide Schuhe in die Klickpedale zu bringen. Ziemlich ungewohnt und wackelig, und dann brauchte ich auch noch ziemlich lang, um den zweiten Schuh einzurasten. Der Start klappte dann aber doch gut und ich machte mich nach kurzer Beschleunigungsphase ganz klein auf dem Rennrad, um möglichst wenig Windwiderstand zu bieten. Meine Höchstgeschwindigkeit während des Rennens erreichte ich bereits kurz nach dem Start auf der Abfahrt von der Brücke noch vor dem Wartberg-Kreisel mit 48 km/h. Auf dem Rückweg kurz vor dem Ziel war ich hier genau so schnell, nur eben in die Gegenrichtung fahrend. Kurz darauf, nach nur 1.5 Kilometern und immer noch vor dem Kreisel, überholte mich der 30 Sekunden nach mir gestartete Teilnehmer auf seinem Zeitfahrrad. Er fuhr insgesamt etwa sechs Minuten schneller als ich. Schon etwas deprimierend, aber damit hatte ich gerechnet.

Nach dem Wartberg-Kreisel führte die Strecke nach Süden. In allen Kreiseln mußte man natürlich auf den Verkehr auf der nicht gesperrten Strecke achten. Nicht nur der Teilnehmer hatte ich mir vor dem Kreisel überholt sondern auch zwei Autos. Bei der Ausfahrt aus dem Kreisel mußte ich tatsächlich etwas rausnehmen und konnte nicht gleich wieder beschleunigen, denn der Abstand zu dem Teilnehmer war noch zu klein und nicht weit vor ihm stand der nächste Teilnehmer zur Überholung an. Dazwischen befanden sich die Autos, die wegen des Gegenverkehrs nicht selbst überholen konnten. Die knapp zwei Kilometer bis zum nächsten Kreisel rollten dann gut trotz des Windes von schräg vorne, aber meine Geschwindigkeit lag hier nur bei knapp über 30 km/h. Mit etwas Rückenwind ging es nach dem nächsten Kriesel leicht aufwärts durch Sieboldshausen hindurch, wo ich zum zweiten Mal überholt wurde. Hinter dem Ortsausgang wartete der schwierigste Abschnitt des Rennens: Die Autobahnbrücke und der Weg bis zur nächsten Abzweigung mit einem Anstieg von etwa 25 Höhenmetern auf einer Strecke von knapp einem Kilometer.

Der angenehmste Abschnitt folgte nun auf dem Weg nach Mengershausen mit leichtem Rückenwind auf einer leicht abfallenden Strecke. In Mengershausen bestand die Schwierigkeit in der scharfen Kurve an der Kirche, wo Streckenposten vor Gegenverkehr warnten. Dann ging es weiter abwärts bis wieder hin zum Wartberg-Kreisel, allerdings mit deutlichem Gegenwind. Direkt hinter dem Kreisel guckte ich auf meine Zwischenzeit und erfreute mich an den gerade einmal 21:05 gefahrenen Minuten für die halbe Strecke. Mein Ziel, unter 45 Minuten zu bleiben, war also greifbar nahe.

Kurz darauf kam ich am wohl einzigen Unfall des Rennens vorbei, der sich gerade zuvor ereignet habe mußte, denn Petra, die vielleicht sechs oder sieben Minuten zuvor vorbeigekommen war, hatte nur den Kastenwagen an der Seite gesehen. Ich erblickte nun direkt hinter dem Kastenwagen auf dem Seitenstreifen zum parallelen Radweg ein Rennrad und ein Motorrad hintereinander liegend. Daneben standen mehrere Leute, und etwas weiter hielten noch einmal drei Autos. Wie ich am folgenden Tag von einem Kollegen erfuhr und auch der Veranstalter mitteilte, war ein Teilnehmer auf ein haltendes Motorrad aufgefahren, dessen Fahrerin dem Pannen-Pkw helfen wollte. Man muß schon auf den Verkehr achten, auch wenn man beim Zeitfahren gerne den Kopf ganz runter nimmt.

In Sieboldshausen überholte ich drei spät gestartete Teilnehmer, die sich aber vermutlich auf der kurzen Strecke befanden. Die Windverhältnisse hatten sich nicht geändert und die Autobahnbrücke haute wieder ganz schön rein, aber dafür folgte wieder die Rückenwindphase. In Mengershausen erfolgte der letzte Richtungswechsel, am Ortsausgang wurde ich letztmals überholt, sah dann aber nicht so weit vor mir eine (wie sich später herausstellte) Teilnehmerin, der ich langsam näher kam. Der mich eben noch überholende Teilnehmer war noch nicht ganz weit weggekommen und bog nach rechts auf seine zweite Runde ab, während ich geradeaus in Richtung Ziel fuhr und der Frau vor mir immer näher kam. Dieses Auffahren im Zeitfahren ist ein nicht zu unterschätzender psychologischer Effekt! Erst in der Abfahrt der noch zu überquerenden Brücke konnte ich die Frau überholen, gerade einmal 200 Meter vor dem Ziel und mit einem Zielsprint von 47 km/h. Und dann hieß es Ausrollen und Trinken.

Meine Zieldurchfahrt nach 24.2 Kilometern erfolgte nach 41:12.6 Minuten auf Platz 70 von 97 Männern mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35.3 km/h. In der Altersklasse M1 kam ich auf Platz 25 von 31. Mein Durchschnittspuls betrug 171 bpm mit einem Maximum von 178 bpm, wobei ich eigentlich nur auf den ersten 2500 Metern unterhalb von 165 bpm lag.

Der "Seriensieger" benötigte lediglich 31:18.2 Minuten und fuhr einen Schnitt von 46.4 km/h.
Petra belegte schließlich mit 49:17.0 Minuten und einem Schnitt von 29.5 km/h Platz 27 von 33 Frauen. Die Siegerin benötigte 35:47.0 Minuten (Schnitt 40.6 km/h).
Außerdem starteten 11 Frauen und 29 Männer auf der kurzen Distanz (eine Runde) über 14 km. Dort betrugen die Siegerzeiten 24:57 Minuten sowie 20:35 Minuten.

Goe-Challenge

Durch ihre Teilnahme am Zeitschwimmen am Nachmittag vor dem Einzelzeitfahren lag Petra dann nach vier Wettbewerben in der Goe-Challange auf Platz 18 von 77 Männern und Frauen, die an mindestens drei Wettbewerben teilgenommen hatten. Bei den Frauen belegte Petra Platz sechs und in ihrer Altersklasse, der stärksten Klasse mit den beiden Titelanwärterinnen, Platz vier.

Mit dem Altstadtlauf fiel Petra auf Platz acht bei den Frauen zurück. Da es auf der 5-km-Strecke 20% weniger Punkte gab als auf der 10-km-Strecke und die lange Strecke bereits ausgebucht war, als sich Petra anmelden wollte, außerdem die relativen Zeitunterschiede deutlicher ausfallen als bei länger dauernden Wettbewerben, war dies leider absehbar. Aber es folgt ja noch ein Wettkampf mit dem Volkstriathlon!